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Warum eine Erziehungsvereinbarung?
Bildung und Erziehung sind gemeinsamer Auftrag von Elternhaus und Schule. Gesellschaftliche Veränderungen und Werteverschiebungen haben diesbezüglich in den letzten Jahren zunehmend zu Schwierigkeiten und Problemen geführt. Deshalb ist es notwendig, gemeinsame Wertvorstellungen zu benennen, damit alle an der Erziehung Beteiligten gemeinsame Ziele verfolgen können. Nur wenn Elternhaus und Schule am gleichen Strang ziehen, können Kinder Werte finden und verinnerlichen, die ihr Leben prägen sollen.
Um die gemeinsame Verantwortung von Schule und Elternhaus für Bildung und Erziehung zu stärken, haben Eltern, Schüler und Lehrer der Realschule Schönenberg-Kübelberg im Schuljahr 2003/04 diese Vereinbarung erstellt. Sie stellt die Zusammenfassung der Werte und Normen dar, die allen Beteiligten wichtig waren.
Durch ihre Unterschrift bekennen sich alle Unterzeichnenden zu den im Folgenden aufgefĂĽhrten und an unserer Schule geltenden Werten. Wir bitten alle, SchĂĽler, Eltern, Lehrer, dieser Vereinbarung durch Unterschrift zuzustimmen.
A. Allgemeine Regeln
■Wir begegnen einander rücksichtsvoll, hilfsbereit und höflich.
■Unser Umgang ist geprägt von gegenseitigem Respekt, von Ehrlichkeit und Toleranz.
■Wir sind pünktlich und zuverlässig und nehmen unsere Pflichten ernst.
â– Wir verzichten auf Gewalt jeglicher Art und achten fremdes Eigentum.
â– Wir schauen hin, wo Unrecht geschieht und bringen es zur Sprache. Ist eigenes Verhalten fehlerhaft, stehen wir dazu und korrigieren es.
B. Regeln fĂĽr Eltern
â– Wir Eltern sind uns unserer Vorbildrolle bewusst.
■Wir schaffen geeignete Rahmenbedingungen für das Lernen unserer Kinder. Dazu gehört ein ruhiger und geordneter häuslicher Arbeitsplatz ebenso wie die für das Lernen notwendige Zeit. Wir achten auf eine sinnvolle Freizeitgestaltung und einen angemessenen Fernseh- und Computerkonsum.
â– Wir beachten die individuellen Lernbedingungen und –voraussetzungen unserer Kinder. Wir fördern die Selbstständigkeit, kontrollieren aber auch die Pflichten. Wir fordern Leistungen und Pflichten nicht nur ein, sondern geben je nach Bedarf auch die notwendige UnterstĂĽtzung und Kontrolle. Dabei akzeptieren wir individuelle Grenzen und ĂĽberfordern nicht.
■In unserer Fürsorge für die Gesundheit unserer Kinder legen wir unser Augenmerk auf eine angemessene Kleidung, gesunde Ernährung (auch in der Schule) sowie auf ausreichenden Schlaf. Dem Konsum von Tabakwaren, Alkohol und sonstigen Drogen wirken wir gemeinsam mit der Schule konsequent entgegen.
■Wir nehmen unsere Kinder ernst. Wir bringen Verständnis und Geduld für sie auf, nehmen uns Zeit für ihre Bedürfnisse und Probleme und geben ihnen unsere Unterstützung.
■Weil unser Leben in der Gemeinschaft grundsätzlich gewissen Grenzen und Regeln unterliegt, zeigen wir auch zu Hause Grenzen auf und achten auf deren Einhaltung. Gemeinsam mit der Schule fordern und unterstützen wir die Einhaltung aller schulischen Regeln.
■Wir wollen gemeinsam mit der Schule an der Erziehung unserer Kinder arbeiten. Dazu halten und pflegen wir einen vertrauensvollen Kontakt zu den Lehrerinnen und Lehrern. Das Informieren über häusliche Probleme, welche die schulischen Leistungen beeinflussen können, gehört ebenso dazu wie das unvoreingenommene Einholen der Lehrermeinung bei schulischen Konflikten. Bei Leistungsdefiziten und Fehlverhalten suchen wir gemeinsame Lösungen.
■Wir bekunden unser Interesse und unterstützen die gemeinschaftliche Erziehung unserer Kinder durch die regelmäßige Teilnahme an Elternabenden und anderen schulischen Veranstaltungen. Wir bringen uns nach Möglichkeit mit Ideen und persönlichem Engagement in das schulische Leben ein.
C. Regeln fĂĽr SchĂĽlerinnen und SchĂĽler
â– Wir SchĂĽlerinnen und SchĂĽler ĂĽbernehmen aktiv Mitverantwortung bei der Gestaltung des Schullebens.
■Wir sind für unsere Leistungen selbst verantwortlich. Wir nehmen regelmäßig am Unterricht teil, bringen die notwendigen Unterrichtsmaterialien mit und erledigen alle Aufgaben vollständig, um die für uns bestmöglichen Lernergebnisse zu erzielen. Durch persönliches Engagement und gute Mitarbeit fördern wir nicht nur unser eigenes Lernen, sondern auch das aller anderen.
■Wir halten alle Regeln des schulischen Alltags (Hausordnung, Vereinbarungen usw.) und allgemeingültige Verhaltens- und Gesprächsregeln ein. Den Anweisungen des schulischen Personals leisten wir Folge.
■Jeder Schüler / jede Schülerin ist immer MIT-Schüler/in. Alle tragen zu einem guten Zusammenhalt in der Klasse und Schule bei. Jede/r sollte beraten, trösten, unterstützen und mit anfassen, wann immer dies erforderlich ist.
â– Wir verzichten in der Schule auf den Konsum von Tabakwaren, Alkohol und sonstigen Drogen. Unsere Kleidung ist der Schule angemessen. Wir sind ein Lernort und keine Disko oder kein Modehaus, wo die neuesten Marken Pflicht sind.
■Wir tragen gemeinsam Verantwortung für das Erscheinungsbild unserer Schule. Durch regelmäßige Ordnungsdienste, persönliches Mit-Anfassen und nicht zuletzt durch Müllvermeidung gestalten wir eine Umgebung, in der wir uns wohl fühlen.
■Wir unterstützen die Zusammenarbeit von Schule und Eltern durch eine zuverlässige und schnelle Übermittlung von Informationen.
D. Regeln fĂĽr Lehrerinnen und Lehrer
■Wir bemühen uns um einen schülerorientierten, interessanten und motivierenden Unterricht in einer guten und angstfreien Lernatmosphäre. Wir nutzen unsere Möglichkeiten der Fortbildung.
■Wir nehmen unsere Schülerinnen und Schüler ernst. Im Umgang miteinander nehmen wir uns die notwendige Zeit, zeigen Einfühlungsvermögen und bemühen uns um Verständnis.
■Wir fordern bestmögliche Leistungen im Unterricht, geben dazu aber auch die notwendige Förderung.
â– Wir fordern alle an der Schule geltenden Regelungen konsequent und einheitlich ein. Dabei behandeln wir unsere SchĂĽlerinnen und SchĂĽler gerecht.
â– Wir sorgen fĂĽr Transparenz bei Anforderungen und Beurteilungen.
â– Wir pflegen einen guten und offenen Umgang mit den Eltern und sorgen fĂĽr eine rechtzeitige Information bei allen schulischen Angelegenheiten, besonders bei Problemen. Gleiches gilt fĂĽr den Kontakt der Lehrer untereinander.
â– Wir sind uns unserer Vorbildrolle bewusst. Alle hier angesprochenen Umgangsregeln und Tugenden gelten deshalb fĂĽr uns in besonderem MaĂźe.
DieseVereinbarung wurde beschlossen auf der Gesamtkonferenz am 03. Juni 2004.
Die Zustimmung des Schulelternbeirates erfolgte am 08. Juni 2004.
Sie wurde der Schülervertretung vorgestellt und erläutert am 14. Juni 2004.
Schönenberg-Kübelberg, den 08. Juli 2004
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FĂĽr die Eltern
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FĂĽr die SchĂĽlerschaft
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FĂĽr die Schule
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Patrizia Weber
SEB-Vorsitzende 2003/2004
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Caterina Henn * Dominik Greif
SchĂĽlersprecher 2003/2004
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RR Uwe Steinberg
Schulleiter der RS
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