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Klassenausflug nach Trier
der Klasse 7a im Fach Geschichte (Lehrer: Herr Wilhelm)
Am Mittwoch, den 18.03.2009 ist die Klasse 7a zusammen mit ihren Parallelklassen nach Trier gefahren. Unser Fremdenführer, Herr Backes, hat uns vor der Porta Nigra empfangen und uns gleich die Geschichte des Gebäudes erzählt:
- Die Porta Nigra, im Jahre 180 n. Chr. erbaut, diente sowohl als Stadttor als auch als Verteidigungsmöglichkeit. Da auch auf der Seite, die aus der Stadt heraus zeigt, die Türme abgerundet sind, konnten die Wachen schon frühzeitig erkennen, wenn Feinde im Anmarsch waren.
 
Der Stadt abgewandte Seite Der Stadt zugewandte Seite
- Der griechische Mönch Simeon ließ sich in dem Gebäude nach 1028 als Einsiedler nieder. Angeblich hatte er sich dort einmauern lassen. Er hat gebetet, sich das Essen durch den Türschlitz schieben lassen und mit den Besuchern, die vor der Tür standen, gesungen. Ansonsten wollte er alleine sein, abgeschnitten von der Welt der Menschen. 1035 starb er, ließ sich in seiner Zelle einmauern und wurde heilig gesprochen.
- Ihm zu Ehren wurde das Simeonstift gebaut und man nutzte das Tor als Doppelkirche. Hierzu wurden zwei übereinander liegende Kirchenräume angelegt. Man ließ den zweiten Turm abreißen, da man ihn nicht für die Kirche benötigte. Dies ist die einzige sichtbare Veränderung der Renovierung.

- 1802 ließ Napoleon die Renovierung rückgängig machen.
Als wir (fast) alles über die Porta Nigra wussten, gingen wir weiter zum Marktplatz. Dort sahen wir das toll verzierte H&M-Kaufhaus.
Der nächste Stop unserer Führung war der Dom, den wir aber nicht betraten. - Also weiter zu den Kaiserthermen.
Die Anlage wurde um/nach 300 n. Chr. von Kaiser Constantin Chlorus errichtet. Die Thermen erheben sich etwa südlich der Mitte des kaiserlichen Palastbezirkes, der sich vom Bereich des Domes (ehemaliger Palast) über den Kernbau des mächtigen Ziegelbaus der Konstantinischen Palastaula bis zum Tempelbezirk im Altbachtal erstreckte. Östlich der Kaiserthermen errichtete man das Amphitheater. Der Ort dieses Bauwerks und seiner Vorgänger wurde wahrscheinlich gewählt aufgrund seiner guten Wasserversorgung. Heute kann man Mauerreste des Ostsaals und einige freigelegte unterirdische Gänge besichtigen.
Anschließend sind wir in das alte Kanalisationssystem reingegangen.. Am Anfang bekamen wir einen Abdruck eines römischen Zirkels gezeigt, der von einem Arbeiter einzementiert worden war. Danach ging es durch viele dunkle Gänge. Ein bisschen unheimlich!!! Hinter großen Gittern konnten wir dann auch eine Therme sehen. Fotografieren war so gut wie unmöglich, da es ziemlich dunkel war.

Als wir wieder heraus kamen, ging es zur Konstantinbasilika. Auch hier bekamen wir die Veränderungen der Zeit vorgestellt:
- Das heutige Bild der Basilika gibt nicht den ursprünglichen Zustand wieder, da der Ziegelbau ehemals verputzt war. Teile dieses antiken Putzes und der Stuckausführungen sind im Bereich der Fenster erhalten geblieben.
Auch das Heizen bekamen wir erklärt:
- Unter dem doppelten Fußboden befanden sich fünf Brennöfen, aus denen die heiße Luft sowohl zwischen den beiden Fußböden, als auch durch eine extra angebrachte Verkleidung geleitet wurde. Somit war nicht nur der Fußboden selbst beheizt. Der Austritt der erwärmten Luft in Höhe dieser Verkleidung sorgte dafür, dass sich die Außenwände ebenfalls erwärmten und quasi als Heizkörper dienten.

Konstantinbasilika von innen
Anschließend gab es ein paar Worte des Abschieds von dem netten Herrn Backes.
Wir bedanken uns hiermit noch im Namen der Klasse 7a bei Herr Willhelm, dass er diesen Ausflug möglich gemacht hat.
Text: Leah Jacob, Patrizia Sommer, Chantal Kauf (Klasse 7a)
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