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[Theater 08]
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Theater, THEATER, Theater

„Das Theater ist die tätige Reflexion des Menschen über sich selbst.“ Novalis

In diesem Sinne hat die Realschule am 29. Oktober 2008 zwei junge Schauspielerinnen aus Weimar eingeladen (“Weimarer Kulturexpress”). Sie spielten das Stück „Sprich mit mir“, das die Gefahren des Internets den Jugendlichen vor Augen führen wollte.

Die Klassen in Begleitung ihrer Lehrer sahen in der Aula das Theaterstück, welches den Jugendlichen sowohl als Informationsquelle als auch als Unterhaltung gedient hat.

Es handelt von den Gefahren der im Internet existierenden Parallelwelten, die den Jugendlichen, heutzutage leider immer öfters, als Zufluchtstätte dienen.

Ein Mädchen, das von seiner Mutter nicht die Beachtung erfährt, die es braucht, um eine schwierige persönliche Phase durchzustehen, flüchtet sich in die Welt des Computers. Die schulischen Leistungen nehmen in dem Maße ab, wie es immer tiefer der Sucht verfällt sein Leben im Internet zu führen. Es verliert den Bezug zur Realität, es lebt sein Leben mittels des Computers. Diese Entwicklung gipfelt in einer lebensbedrohlichen Situation, die die Unsinnigkeit und die Gefahren deutlich zum Ausdruck bringt.

Die Verzweiflung des pubertierenden Mädchens und die Hilflosigkeit der Mutter, die kein probates Mittel findet, um dem Treiben ihrer Tochter Einhalt zu gebieten, wurden von den beiden Schauspielerinnen deutlich zum Ausdruck gebracht.

Die Schüler zeigten sich nach einer anfangs abwartenden Haltung interessiert und verfolgten (auch nach Aussagen der Akteurinnen) das Stück diszipliniert. „Sie waren bei der Sache.“

Eine Nachbereitung und Diskussion schloss sich dann in den Klassen an.

Direkt nach dem Stück boten die Schauspielerinnen unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit mit ihnen zu reden und zu diskutieren.

Interessant und erschreckend zugleich waren die Antworten der Jugendlichen befragt nach ihrem täglichen Internetkonsum.

Bei der Frage, wer mittags nach der Schule als erste Handlung den Computer anschaltet, gingen fast alle Finger nach oben! Die Frage, wer sich länger als zwei Stunden täglich im Internet aufhält, wurde von mehr als 70 Prozent der Schüler positiv beantwortet!

Die Lehrer, die die Auswirkungen des Internets, wie zum Beispiel des „wkw“- Forums, an den Leistungen und leider auch an dem Verhalten der Schüler bemerken, stehen ohne Unterstützung der Eltern diesen Entwicklungen fast machtlos gegenüber.

Es kann und muss darauf hingewiesen werden, dass laut wissenschaftlichen Studien und Umfragen zufolge, diese Entwicklungen ihren Höhepunkt noch nicht erreicht haben.

Aufgrund der von den Schülern gezeigten Resonanz gedenkt die Schule, im Weiteren häufiger Theaterstücke zu präsentieren und damit schülernahe Themen zu thematisieren. Es sollte eine Ritualisierung stattfinden und so versucht werden den Schülern „das Theater“ nahe zu bringen.

Denn:

„Ein Theaterstück, selbst ein zorniges, ist unter anderem immer auch ein Liebesbrief, gerichtet an die Welt, von der sehnsüchtig eine liebevolle Antwort erhofft wird.“ Henry Miller (1891-1980)

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(Text:  Beate Philipp)

 

Michael Holzhauser
Allianz-Hauptvertreter

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